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Quantz: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen

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Vorrede.
 
sein Instrument schicket, heraus nehmen, und sich zu Nu-
tzen machen.

Weil die Gute Wirkung einer Musik, von demjeni-
gen, der sich mit einer Haupt- oder concertirenden Stim-
me hören läßt, nicht allein abhängt; sondern die beglei-
tenden Instrumentisten das Ihrige auch dabey in Acht
zu nehmen haben: so habe ich ein besonderes Hauptstück
beygefüget; in welchem ich zeige, wie Hauptstimmen gut
begleitet werden müssen.

Ich glaube nicht hierdurch in allzugroße Weitläuf-
tigkeiten verfallen zu seyn. Denn da ich nicht blos einen
mechanischen Flötenspieler, sondern auch, mit demselben
zugleich, einen geschikten Musikverständigen zu ziehen be-
mühet bin: so muß ich suchen, nicht allein seine Lippen,
Zunge und Finger in gehörige Ordnung zu bringen; son-
dern auch seinen Geschmack zu bilden, und seine Beurthei-
lungskraft zu schärfen. Eine Erkenntniß der Art gut zu
accompagniren ist ihm hauptsächlich nöthig: nicht allein
weil ihn selbst diese Verrichtung öfters treffen kann; son-
dern auch, weil er seine Anfoderungen an die, so ihn, wenn
er sich hören lassen soll, begleiten und unterstützen, zu ken-
nen berechtiget ist.

Aus oben angezeigeten Ursachen ist auch das letzte
Hauptstück hergeflossen. Ich zeige darinn, wie ein Mu-
sikus und eine Musik beurtheilet werden müsse. Das eine
kann einem angehenden Tonkünstler gleichsam zum Spiegel
dienen, nach welchem er sich selbst untersuchen, und das
Urtheil abnehmen kann, welches billige und vernünftige
Kenner über ihn fällen dürften. Das andere wird ihm
bey

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